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Profil

Forschungsfokus des Instituts für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V. (iba)

Langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet technischer Systeme für Biotechnologie und Umwelt sowie der Untersuchung und Nutzung biologischer Funktionen in diesen Systemen (z.B. zur Stoffwandlung) sind die Voraussetzung für das heutige, anwendungsorientierte Forschungsprofil des Instituts für Bioprozess- und Analysenmesstechnik.

Sowohl von der Grundlagenforschung als auch von den entsprechenden Anwendungsfeldern beeinflusst, hat sich in den letzten Jahren international die Erkenntnis durchgesetzt, dass es nicht nur darauf ankommt, die technische und/oder die biologische Komponente technischer Systeme analytisch erfassen und verändern zu können, sondern auch deren Wechselwirkung und vorhandene oder sich ausbildende biologische Funktionsflächen in ihrem funktionsrelevanten biologischen Umfeld zu beherrschen.

Diesbezügliche Forschungsarbeiten zu Biofilmen haben ihren Ursprung in der Umwelttechnik und der Medizin, gewinnen aber für den Forschungs- und Anwendungsbereich der Biotechnologie und der Life Sciences zunehmend eine größere Bedeutung. Beispiele sind die Zellkultivierung ebenso wie die Biosensorik, aber auch Analysensysteme der Mikro- und Nanotechnologie oder technische Systeme der Umweltbiotechnologie.

Das zukunftsweisende Profil des Instituts für Bioprozess- und Analysenmesstechnik wird deshalb heute mit Biotechniques at Interfaces definiert.

Die anwendungsorientierten Forschungsarbeiten zielen vorrangig auf technische Systeme für die Life Sciences ab, mit denen die Umsetzung von Erkenntnissen der Grundlagenforschung in die industrielle Anwendung - beispielsweise von der Biologie in die Biotechnologie - möglich wird. Basis dafür ist neben der Untersuchung und Veränderung biologischer Funktionsflächen in diesen technischen Systemen ein ausgeprägtes know how in den Bio- und Technikwissenschaften, das durch ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern und Technikern des iba garantiert wird.

Mit den im Fachbereich Analysenmesstechnik bearbeiteten Forschungsschwerpunkten der Impedanzspektroskopie stehen Methoden zur Verfügung, die die Untersuchung von Wechselwirkungen elektromagnetischer Strahlung mit Biomolekülen und biologischen Spezies ermöglichen und damit zur Charakterisierung von Biofilmen und biologischen Funktionsflächen Anwendung finden. In Kombination mit biologischen Funktionsflächen, z.B. als Rezeptoren von Biosensoren und Biomonitoren, und ggf. in Kopplung mit speziellen Fliesssystemen führen diese Messmethoden zu eigenständigen on-line-, in-situ- bzw. Feldmesssystemen.

Die Forschungsarbeiten im Fachbereich Bioprozesstechnik beschäftigen sich sowohl mit anwendungsorientierten Kultivierungsmethoden für Mikroorganismen und Zellen (z.B. adhärente Kultivierung) als auch mit Methoden der Prozesskopplung und -charakterisierung (z.B. Anwendung elektrischer Felder zur Zellrückhaltung in Probenahmesystemen) auf makro- und mikroskopischer Ebene.

Der Fachbereich Biowerkstoffe erforscht biotechnische Fragestellungen zur Anwendung biologischer Testsysteme und zur Funktionalisierungen von Materialoberflächen, beispielsweise zu Aufbringung von Antifoulingschichten auf Sensoren, sowie Applikationen im Bereich der Medizin (z.B. Biokompatibilität von Implantaten oder Dentallegierungen).

Das Institut greift zur Realisierung dieser Forschungsaufgaben auf modernste Forschungstechnik zurück.

iba e.V. | Rosenhof | 37308 Heilbad Heiligenstadt | +49 (0) 3606 / 671 - 0 | iba(at)iba-heiligenstadt.de | typo3 hannover  microsoft crm add on