Plasma

Die bioaktive Funktionalisierung von Grenzflächen zwischen biologischen und abiologischen Systemen stellt einen Forschungsschwerpunkt des iba Heiligenstadt dar. Neben definierten Strukturierungsverfahren und nasschemischen Beschichtungsmethoden nimmt dabei die gezielte Funktionalisierung durch Niederdruckplasmen einen stetig wachsenden Anteil ein. Das iba Heiligenstadt verfügt über eine sehr variabel einsetzbare Plasmaanlage, mit der sowohl Beschichtungen von Biomaterialien als auch plasmainduzierte Funktionalisierungen polymerer Biomaterialien möglich ist. In diversen FuE-Projekten sowie in internen Vorlaufprojekten konnten plasmabasierte Polymerisationsverfahren entwickelt werden, die inzwischen standardisiert in mikrofluidischen Anwendungen (pipe-based-biorecators) Verwendung finden. Weiterhin wurden mittels Plasmaverfahren Funktionalisierungen entwickelt, die eine definierte Modifizierung der Physikochemie (Benetzbarkeit, Ladung) polymerer Oberflächen ermöglichte, wodurch eine gezielte Steuerung der Adsorption von Blutproteinen, sowie die Adhäsion bakterieller und eukaryotischer Zellen möglich wurde.