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Die in vivo-nahe Kultivierung von Zellen sowohl in der Regenerativen Medizin (Tissue Engineering) wie auch bei zellbasierten bioanalytischen Verfahren (Biochips, BioMEMS) erfordert aus der Sicht moderner Zellkultivierungsstrategien eine besondere Berücksichtigung des Einflusses der extrazellulären Matrix (ECM), die als dreidimensionales Netzwerk wesentliche Prozesse der Zellentwicklung und -differenzierung steuert. Von großem Interesse sind dabei "intelligente" Werkstoffe, die eine technisch und/oder biologisch gewünschte Wechselwirkung mit dem Biosystem aktiv induzieren. Adaptierte Zellträgermaterialien entwickeln sich somit von passiven zu aktiven Substraten. Bisher ist es nur unzureichend gelungen, substratvermittelnde Wechselwirkungen zwischen Material und Zellen/Geweben mit gezielt strukturierten 3D-Geometrien in entsprechenden künstlichen Trägermaterialien zu kombinieren und technisch verfügbar zu machen.
Das Ziel dieses Forschungsschwerpunktes ist es, dreidimensional mikrostrukturierte ECM-analoge Trägermaterialien (Biointerfaces) auf der Basis von ECM-Grundkomponenten zu entwickeln. Dabei werden innovative 3D-Strukturierungsverfahren (Zwei-Photonen-Polymerisation [2PP], Layer-by-Layer-Techniken, Microcontact-Printing) unter Einsatz von Hydrogelbildnern und Polyelektrolyten angewandt. Derartige ECM-analoge 3D-Biointerfaces sind sowohl als Trägermaterialien für das Tissue Engineering wie auch in Kombination mit mikrosystemtechnischen Kultivierungs- und Handlingsystemen (BioMEMS) für die Bioanalytik geeignet.

Der Freistaat Thüringen fördert den aus vier Teilprojekten bestehenden Forschungsschwerpunkt "Grenzflächenfunktionalisierung und Biointerfaces" über einen Zeitraum vom 01.07.2007 bis zum 30.06.2010 auf der Basis der Richtlinie zur einzelbetrieblichen Technologieförderung (EbTF) und der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für innovative, technologieorientierte Verbundprojekte auf dem Gebiet der Zukunftstechnologien im Freistaat Thüringen.
Begleitet wird dieses Forschungsprojekt sowohl von namhaften Gutachtern:

Prof. A. Bader (Universität Leipzig, BBZ)
Prof. M. Hannig (Uniklinik Saarbrücken, Klinik für Zahnerhaltung)
Prof. G.O. Hofmann (Klinikum der FSU Jena, Klinik für Unfallchirurgie und BG Unfallklinik Bergmannstrost Halle),

wie auch von einem Industriebeirat, dessen Sprecher Herr K. Berka (Geschäftsführer der Analytik Jena AG) ist.

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