Forschungsprojekte

Virus Like Particles (VLP) - Ein neuartiges Carriersystem für therapeutische Gene

(gefördert durch: Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst)

Projektpartner

  • Deutsches Primatenzentrum GmbH, Göttingen (Auftragnehmer von Jenapharm GmbH & Co. KG)
  • Jenapharm GmbH & Co. KG, Jena
  • Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e. V., Heilbad Heiligenstadt (Auftragnehmer von Jenapharm GmbH & Co. KG)

Projektinhalt

In diesem Verbundprojekt stehen Virus like Particles (VLP) im Mittelpunkt. Diese VLPs bestehen aus dem Haupstrukturprotein VP1 des menschlichen Polyomavirus JCV und werden mit Hilfe des Baculovirus-Expressionssystems im Labormassstab hergestellt. In die leeren JCV-Capside können durch Dissoziation und Reassoziation therapeutische Gene und Wirkstoffe verpackt werden. Für einen universellen Einsatz dieses VLP-Systems als Transportersystem in der Gentherapie sind folgende Untersuchungen notwendig:
  • Untersuchungen hinsichtlich der Immunogenität, der DNA-Transfereffizienz und der Zielzellspezifität
  • Standardisierung der proteinchemischen Identifizierung, Charakterisierung und Anreicherung eines hochangereicherten VP1-VLP
  • Etablierung eines industriellen VLP-Herstellungsverfahrens
In dem vom Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e. V. bearbeiteten Teilprojekt werden, aufbauend auf einem vorangegangenen gemeinsamen Projekt, Keramiken in ein neu entwickeltes Zellkultivierungssystem und -verfahren als Wachstumsoberfläche für adhärente Zelllinien eingesetzt. Sie gewährleisten eine optimale Substratversorgung der Zellen und eine große Oberfläche für adhärentes Zellwachstum. Auf der Keramik adhärierte Insektenzellen können für die VLP-Herstellung mit einem entsprechenden rekombinanten Baculovirus infiziert werden. Das Herstellungsverfahren soll durch Mediumoptimierung über ein verbessertes Zellwachstum weiterentwickelt werden. Durch eine Maßstabsvergrößerung der verwendeten Keramiken und der Zellkultivierungssysteme (Module) soll die VP1-VLP-Ausbeute pro Volumeneinheit erhöht werden. Die Effizienz dieser Modultechnologie muss im Vergleich zu herkömmlichen Fermentationssystemen im Hinblick für ein industrielles Herstellungsverfahren nachgewiesen werden. Ein Einsatz dieser neuen Modultechnologie für die Produktion von rekombinanten Proteinen mit verschiedenen Expressionssystemen auf Basis von adhärenten Zelllinien ist denkbar.

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