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Transdermale Darreichung mittels Hochspannungspulsen

Ähnlich wie einzelne Zellmembranen können auch multilamellare Schichten, wie die der Hornhaut durch elektrische Hochspannungspulse permeabilisiert werden. Dies kann verwendet werden, um wasserlösliche Substanzen durch die normalerweise gut isolierende Hornhaut zu transportieren. Einerseits können damit polare Medikamente (transdermale Medikation) bis hin zu Polyelektrolyten wie DNA (Elektrogentherapie) dargereicht werden, andererseits besteht die Möglichkeit, Körperflüssigkeiten für externe Untersuchungen nichtinvasiv zu beproben.

Am MIT wurden grundlegende Untersuchungen zum durch elektrische Pulse induzierten transdermalen Transport mit gleichzeitiger Erfassung der elektrischen Eigenschaften der Haut unternommen (Pliquett & Weaver 1996). Diese Arbeiten wurden dann in verschiedenen Projekten an der Universität Bielefeld fortgeführt und eine geschlossene Theorie zum durch Hochspannungspulse unterstützten transdermalen Transport entwickelt (Pliquett, Gusbeth, & Nuccitelli 2008).

 

Pliquett, U. & Weaver, J. C. 1996, "Electroporation of human skin: Simultaneous measurement of changes in the transport of two fluorescent molecules and in the passive electrical properties", Bioelectrochem.Bioenerg., vol. 39, pp. 1-12.

Pliquett, U., Gusbeth, C., & Nuccitelli, R. 2008, "A propagating heat wave model of skin electroporation", Journal of Theoretical iology, vol. 251, pp. 195-201.
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