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Einladung zum 16. Heiligenstädter Kolloquium

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem ersten Zirkular dürfen wir Sie herzlich zum

               16. Heiligenstädter Kolloquium
   „Technische Systeme für die Lebenswissenschaften“
                        24. bis 26.09.2012

nach Heilbad Heiligenstadt einladen und hoffen, dass Sie mit Ihren anwendungsorientierten Beiträgen den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaft, Forschung und Industrie bereichern.

Zwei Ereignisse bilden den Rahmen der Tagung. Das erste ist die Geburtsstunde des Biosensors vor 50 Jahren. Beiträge zu Biosensoren hatten bei allen bisherigen Heiligenstädter Kolloquien einen festen Platz. Insofern ist dieses Jubiläum Anlass, ihre Entwicklung  seit 1962 darzustellen und ihre künftigen Anwendungsperspektiven anhand der gegenwärtigen wissenschaftlichen Arbeiten zu analysieren.

Die weiteren Schwerpunkte des Kolloquiums knüpfen an schon traditionelle Linien an: Mit der Mikrofluidik sowie auch der Sensorik und Messtechnik wollen wir in diesem Jahr den Bogen schlagen zur Biotechnik der Zukunft, ein Thema, dem sich auch der Strategieprozess "Nächste Generation biotechnologischer Verfahren - Biotechnologie 2020+" des BMBF widmet.

Im Schwerpunkt Grenzflächen und Biointerfaces wird zum einen der BMBF-geförderte Innovative Regionale Wachstumskern BASIS® "Bio-Analytics and Surfaces for Integrations in Systems" erste Ergebnisse in einem Statusseminar darstellen - ergänzt um weitere Beiträge zu diesem Themenkreis. Zum anderen möchten wir auch Forschungsarbeiten zur Bioverfahrenstechnik an Grenzflächen in den Mittelpunkt rücken.

Das zweite Ereignis: Zeitgleich mit dem 20-jährigen Bestehen des Instituts für Bioprozess- und Analysenmesstechnik  konnte mit Mitteln der Freistaates Thüringen und der EU (EFRE) der Ausbau zum HIGh-Tech-Zentrum Rosenhof vollendet werden. Gern werden wir Ihnen das veränderte Gesicht des Instituts zeigen und erweiterte Forschungsmöglichkeiten präsentieren.

Wir würden uns freuen, Sie zum 16. Heiligenstädter Kolloquium begrüßen zu können.
 

Prof. Dieter Beckmann
Institutsdirektor

 

Programmschwerpunkte

Biosensoren unterlagen neben starken Entwicklungsimpulsen aus anderen Fachgebieten vor allem auch der fortdauernden Miniaturisierung. 50 Jahre Biosensoren sind ein guter Anlass, Rückschau auf die bisherige Geschichte und Ausblick auf künftige Entwicklungen zu halten.  

  • Stand und Perspektiven der Entwicklung von Biosensoren


Von Mikro- und Nanotechnologie werden entscheidende Beiträge erwartet, um in der Biotechnologie neue Produktionsprozesse zu etablieren. Die Medizin benötigt empfindliche Diagnose- und individuelle Therapiemöglichkeiten. Der Umwelt- und Energiebereich bedient sich zunehmend mehr biologischer Prozesse zur Lösung anstehender Herausforderungen. Allen Feldern gemeinsam ist die Suche nach miniaturisierten, individuell strukturierten Reaktions- bzw. Produktionseinheiten sowie Messsystemen, Sensoren und auch Biosensoren. Entsprechende Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung stehen im Mittelpunkt der beiden folgenden Schwerpunkte:

  • Mikrofluidische Reaktionskompartimente
    als Modellsystem für universelle biotechnische
    Reaktionsräume und -prozesse
  • Intelligente Soft- und Smart-Sensor- und Aktuatorsysteme
    für die Biotechnik von morgen


Das Verständnis der Funktionalität von biologischen Systemen auf der subzellulären, zellulären und suprazellulären Ebene sowie der funktionalen Wechselwirkung zwischen biologischem System und der umgebenden dreidimensionalen Matrix steht im Blickpunkt des Wachstumskerns BASIS®, einem Verbund aus 15 Thüringer Unternehmen und 5 Forschungseinrichtungen. Erste Ergebnisse zu biomimetischen Hydrogelen für aktive 3D-Biointerfaces sowie zur Synthese, Strukturierung, Funktionalisierung und Integration von Trägermaterialien in bioanalytischen Systemen und biofunktionalen Implantaten bilden die Basis für den Tagungsschwerpunkt

  • Biointerfaces 
    für die Entwicklung biofunktioneller Oberflächen und Strukturen in Bioanalytik und Biomedizin,

der auch Statusseminar des Wachstumskerns ist.

Heterogene biotechnische Systeme arbeiten mit Grenzflächen als Basis für miniaturisierte und klassische  Produktionsverfahren.
Sie sollen im Schwerpunkt

  • Bioverfahrenstechnik an Grenzflächen

behandelt werden. Neben den o.g. miniaturisierten Reaktionskompartimenten stehen hier adhärente Zellkulturen ebenso im Mittelpunkt wie produktive Biofilme z.B. in Membranbioreaktoren und andere Anwendungen.

Ebenso möchten wir einladen zu den

  • Tutorials zur Bioimpedanz und zur Mikrofluidik

Von Experten des iba können Sie sich in Grundlagen und praktische Anwendungen beider Gebiete einführen lassen. Das Tutorial zur Bioimpedanzspektroskopie steht ganz im Zeichen der Vorbereitung der "XV. ICEBI (International Conference on Electrical Bio-Impedance) and XI. EIT (Conference on Electrical Impedance Tomography)"
(www.isebi.org), die wir vom 22.-25.04.2013 in Heiligenstadt ausrichten dürfen.


Ergänzend zum Vortragsprogramm möchten wir im Rahmen einer

  • Gerätepräsentation

in diesem Jahr wieder auch Unternehmen gewinnen, die Umsetzung von Forschungsergebnissen zu technischen Systemen für die Lebenswissenschaften in die Praxis zu demonstrieren.

iba e.V. | Rosenhof | 37308 Heilbad Heiligenstadt | +49 (0) 3606 / 671 - 0 | iba(at)iba-heiligenstadt.de | typo3 hannover  microsoft crm add on